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Endlich ohne Brille sehen

Sehkorrektur mit Augenlaser Nachkontrolle

Bericht aus dem Magazin Bödeli-Info

Seit kurzem ist Claudia Khan nicht mehr auf ihre Brille oder Kontaktlinsen angewiesen. Sie erzählt vom Lasereingriff im Augenzentrum Interlaken.

«Es war ein unglaublicher Moment – bereits kurz nach der Operation konnte ich ohne Sehhilfe scharf sehen!», schwärmt Claudia Khan. Nach Jahren als Brillen- und Kontaktlinsenträgerin entschied sie sich im April 2018 für eine Femto-Lasik – eines der modernsten Laserverfahren – im Augenzentrum Interlaken.

Schmerzfreier Eingriff

«Der Eingriff dauert maximal 20 Minuten und ist absolut schmerzfrei. Der Patient ist dabei bei vollem Bewusstsein», erklärt der Augenarzt Dr. Andreas Wild, der den Lasereingriff durchgeführt hat. Claudia Khan erzählt lachend: «Ich war sehr nervös, aber die Mitarbeiter waren einfühlsam und hielten meine Hand. Ich musste nur ruhig liegen und ein Fixationslicht betrachten, die Zeit verging wie im Flug.» Unerwartet seien der Geruch nach verbranntem Horn (von der abgetragenen Hornhaut) und das Geräusch des Lasers gewesen. «Ich war sehr nervös, wusste aber, dass Arzt und Laser keinen Fehler machen», sagt sie. Der Laser hat eine Iriserkennung, überwacht stetig die Position des Auges und stoppt sofort, sobald sich das Auge bewegt.

Mithilfe des Femtosekundenlasers wird ein Hornhautdeckel präpariert, danach wird mit dem Excimerlaser die eigentliche Sehkorrektur vorgenommen. Dann klappt der Arzt den Hornhautdeckel wieder zurück. Die Sehkorrektur mit dem Excimer Laser dauert pro Auge nicht länger als eine halbe Minute. Die Sehschärfe liegt bereits am nächsten Tag bei 80 bis 100 %. Die Augen tränen und brennen nach dem Eingriff für ein paar Stunden bei vereinzelten Patienten, zudem sind die Augen nach der Operation für ein paar Stunden lichtempfindlich. «Ich konnte aber problemlos am Tag darauf wieder zur Arbeit gehen», erinnert sich Claudia Khan. Die Femto-Lasik Methode gehört zu den sichersten Lasermethoden. Potenzielle Risiken bestehen aber wie bei jeder anderen Operation auch, beispielsweise jene einer Augeninfektion. «Diese Gefahr besteht aber nur in der Heilungsphase und ist übrigens bei  Benutzung von Kontaktlinsen höher», bemerkt Andreas Wild.

Einziger Anbieter im Berner Oberland

Die Femto-Lasik ist nicht für jeden Patienten geeignet: «Bei etwa 4 von 10 Patienten ist eine Femto-Lasik möglich», erklärt Andreas Wild. Es sei wichtig, dass die Hornhaut für zwei bis drei allfällige Nachkorrekturen oder andere Operationen genügend dick bleibe. Auch bei zu starker Fehlsichtigkeit oder zu stark gekrümmter Hornhaut rät er von einer Femto-Lasik ab. «Es gibt aber für die meisten Fälle eine geeignete Lösung», konstatiert der Augenspezialist, der über langjährige Erfahrung verfügt.

Zusammen mit seinem Team  führt er im Augenzentrum Interlaken, das er im Februar 2018 eröffnet hat, neben normalen Sprechstunden auch Sehkorrekturen mit Augenlaser im eigenen Operationssaal durch. Zuvor war der 47-Jährige als Chefarzt Augenheilkunde in der Augenklinik Hohmad in Thun tätig, mehrere  1000 Lasereingriffe hat er schon durchgeführt.

Claudia Khan erinnert sich gerne an die Behandlung zurück: «Ich habe die persönliche Betreuung in der Augenklinik sehr geschätzt. Nach den Vorbesprechungen und dem Eingriff sind in regelmässigen Abständen Nachkontrollen nötig. Diese erfolgten immer bei denselben Ansprechpersonen». Die Standortnähe sieht sie als grossen Vorteil, alle Nachkontrollen und eine eventuelle Nachbehandlung, die aber nur in 1 bis 2 % der Fälle nötig ist, können in der Region stattfinden und sind im Preis inbegriffen. «Nach der Operation war ich sehr vorsichtig. Ein paar Tage nach der OP gelangte ein Haar in mein Auge, ich hatte sofort Panik. Es war dann zum Glück möglich, noch am selben Tag eine Kontrolle durchzuführen. Diesen Service schätzte ich sehr!», so Claudia Khan

Kosten sind stark gesunken

Da die meisten Krankenkassen sich nicht am Eingriff beteiligen, müssen die Kosten für eine Sehkorrektur mit Augenlaser oder Implantat von den Patienten selbst getragen werden – bei 1700 bis 2500 Franken pro Auge nicht ganz günstig. «Die Preise waren vor 15 Jahren noch doppelt so hoch, und das bei niedrigerer Qualität», relativiert Andreas Wild. Kauft man sich regelmässig Kontaktlinsen, eine neue Brille oder eine korrigierte Sonnenbrille, gebe man schnell eine ähnlich hohe Summe aus. Nach der Korrektur sind die Patienten durchschnittlich 10 bis 15 Jahre nicht mehr auf eine Sehhilfe angewiesen. Bei vielen kommt irgendwann die Alterssichtigkeit dazu. «Mit einer Lesebrille im Alter werde ich gut leben können, wenn es einmal nötig sein sollte», beschwichtigt Claudia Khan. «Natürlich ist diese OP nicht ganz günstig. Aber man erhält eine unbezahlbare neue Lebensqualität. Ich habe nun keine Beschwerden mehr, die ich mit Kontaktlinsen und Brille teilweise hatte, und geniesse täglich die neu gewonnene Freiheit!»